L X X X I I I


Zwei Herz’n trennen oft nur dünne Wände,

Unüberwindbar wirkt ‘s wie die Pyrenäen,

Was einst gegeben, in mir so teure Hände,

Mag zu anderer Zeit desastral zu wehen.

Sich dem zu entziehen, verlangt es mich,

Von Wolke neun will ich endlich senken,

Doch heißt nicht mehr an Dich zu denken,

Im Endeffekt doch auch denken an Dich.

Verzweiflung sät dieses rege Verzichten,

Noch nie war mir Verzweiflung derart lieb,

Denn es erinnert, dass ich von Dir schied,

Und erhält unsere lieblichen Geschichten.

Da erkenn‘ ich just, nur für kurz bestimmt,

Wie überwindbar doch die Pyrenäen sind.

Gedichtzyklus – Kätzchensonette

LXXXIII ottantasei LXXXIII

Kategorien:Allgemein, Kätzchensonette

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